Bauen im Rhein-Main-Gebiet

Gebäudehülle

Zimmererarbeiten

Dachstuhl, Holzkonstruktionen und Aufstockungen – die tragende Ebene zwischen Rohbau und Dach.

Der Dachstuhl entsteht an der Schnittstelle zwischen Rohbau, Statik und Dachdeckung. Passt hier ein Maß nicht, merkt man es erst, wenn das Dach schon halb gedeckt ist. Wir stimmen Zimmerer, Statiker und Dachdecker vorab aufeinander ab.

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Die Statik steht vor dem ersten Balken

Sparrenquerschnitt, Abstände und Auflager ergeben sich aus Spannweite, Schneelast und der geplanten Nutzung des Dachgeschosses. Wer später ausbauen und dämmen will, braucht andere Querschnitte als für einen Kaltdachboden. Diese Frage gehört vor den Holzeinkauf, nicht danach – nachträglich verstärken heißt fast immer, die Dämmebene wieder zu öffnen.

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Holzfeuchte bestimmt, ob es später knackt

Verbautes Konstruktionsholz sollte technisch getrocknet sein, üblich sind rund 15 bis 18 Prozent Holzfeuchte. Zu feuchtes Holz schwindet nach dem Einbau, Verbindungen lockern sich, Gipskartonplatten an der Untersicht bekommen Risse. Wir verwenden getrocknetes Holz und bauen es so ein, dass es abtrocknen kann, statt in einer dichten Schicht eingeschlossen zu werden.

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Auswechslungen früh festlegen

Gauben, Dachfenster, Kamine und Lüftungsdurchführungen brauchen Wechsel im Sparrenfeld. Das sind tragende Bauteile und keine Sache, die sich später mit der Stichsäge lösen lässt. Deshalb müssen Fenstergrößen und Positionen stehen, bevor der Dachstuhl aufgeschlagen wird – auch wenn die Fenster selbst erst Wochen später kommen.

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Die Übergabe an den Dachdecker

Zwischen Zimmerer und Dachdecker liegt die kritische Naht: Konterlattung, Unterspannbahn, Traufausbildung und Ortgang. Wird der Dachstuhl abgenommen, bevor eingedeckt wird, lassen sich Maßabweichungen noch korrigieren. Danach wird jede Korrektur teuer. Wir nehmen das Aufmaß gemeinsam ab und halten es fest.

Häufige Fragen

Was Bauherren uns dazu fragen

Ist Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie an – wir antworten lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Wie lange dauert es, einen Dachstuhl aufzustellen?

Das Aufschlagen selbst geht bei einem Einfamilienhaus meist schnell, oft in wenigen Tagen. Die Zeit davor ist entscheidend: Statik, Abbund und Holzlieferung brauchen Vorlauf. Wer den Zimmerer erst beauftragt, wenn der Rohbau steht, wartet danach auf das Holz.

Kann ein bestehender Dachstuhl ausgebaut werden?

Häufig ja, aber es ist eine statische Frage. Zusätzliche Dämmung, Gipskartonbekleidung und ein ausgebauter Fußboden bringen Gewicht, und Gauben oder Dachfenster schwächen die Sparrenlage. Vor dem Ausbau lassen wir das prüfen, statt es zu schätzen.

Welches Holz wird verbaut?

Üblich ist Konstruktionsvollholz aus Fichte, technisch getrocknet und maßhaltig gehobelt. Für größere Spannweiten oder sichtbare Konstruktionen kommt Brettschichtholz infrage, das formstabiler ist und weiter spannt. Was sinnvoll ist, ergibt sich aus der Statik und daraus, ob das Holz später sichtbar bleibt.

Was ist ein Abbund?

Der Abbund ist das maßgenaue Zuschneiden aller Hölzer nach Plan, heute meist maschinell im Werk. Auf der Baustelle wird dann nur noch montiert. Das verkürzt die Zeit, in der das offene Dach dem Wetter ausgesetzt ist, und setzt voraus, dass die Maße vorher stimmen.

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Hängt meistens damit zusammen

Diese Gewerke treffen im Projekt auf Zimmererarbeiten. Wer sie gemeinsam vergibt, spart sich die Abstimmung dazwischen.

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