Bauen im Rhein-Main-Gebiet

Innenausbau

Fliesenarbeiten

Bad, Küche und Böden – mit einer Abdichtung darunter, die den Namen verdient.

Bei Fliesen sieht man am Ende nur die Fuge. Ob das Bad in zehn Jahren noch dicht ist, entscheidet sich aber eine Schicht darunter – bei der Verbundabdichtung und den Anschlüssen.

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Die Abdichtung ist Pflicht, nicht Zubehör

Unter den Fliesen liegt im Nassbereich eine Verbundabdichtung nach DIN 18534. Welche Wassereinwirkungsklasse gilt, hängt davon ab, wie stark die Fläche belastet wird – eine bodengleiche Dusche ist etwas anderes als die Wand hinter dem Waschbecken. Entscheidend sind Ecken, Durchdringungen und Anschlüsse: Dort kommen Dichtbänder und Manschetten hin, und zwar aus demselben System wie die Abdichtung selbst.

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Großformate brauchen einen ebenen Untergrund

Je größer die Platte, desto weniger verzeiht sie Unebenheiten. Ab Formaten von etwa 60 mal 60 Zentimetern reicht die übliche Ebenheit nach DIN 18202 oft nicht mehr aus, der Untergrund muss zusätzlich gespachtelt werden. Verlegt wird im kombinierten Verfahren, damit keine Hohlstellen bleiben – die sind bei Großformaten die häufigste Ursache für Risse.

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Bodengleiche Dusche: erst Gefälle und Ablauf, dann Fliesen

Eine bodengleiche Dusche wird im Estrich entschieden, nicht beim Fliesenleger. Ablaufart, Einbauhöhe und Gefälle müssen feststehen, bevor der Estrich eingebracht wird. Rinne oder Punktablauf ist dabei keine reine Geschmacksfrage: Eine Rinne braucht Gefälle in eine Richtung, ein Punktablauf in vier. Wir klären das in der Planung gemeinsam mit Sanitär und Estrich.

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Fugen sind Bauteile

Bewegungsfugen im Estrich müssen im Fliesenbelag übernommen werden, sonst reißt der Belag genau dort, wo die Fuge hätte sitzen sollen. Silikonfugen an Ecken und Anschlüssen sind Wartungsfugen: Sie sind Verschleißteile und gehören regelmäßig erneuert. Das ist kein Mangel, sondern bauartbedingt – wir sagen es vorher, damit es später niemanden überrascht.

Häufige Fragen

Was Bauherren uns dazu fragen

Ist Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie an – wir antworten lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Kann man auf alte Fliesen neu fliesen?

Oft ja, wenn der alte Belag fest sitzt, nicht hohl klingt und tragfähig ist. Zu bedenken ist die zusätzliche Aufbauhöhe: Türen, Übergänge und bei bodengleichen Duschen die Ablaufhöhe müssen das hergeben. Im Nassbereich prüfen wir zusätzlich, ob eine Abdichtung vorhanden ist oder neu aufgebaut werden muss.

Welche Fugenbreite ist richtig?

Das gibt das Material vor. Rektifizierte, also nachgeschnittene Fliesen lassen sich mit rund zwei Millimetern verlegen, unbearbeitete Kanten brauchen mehr, damit Maßabweichungen nicht auffallen. Sehr schmale Fugen wirken ruhiger, verzeihen aber weniger und sind schwerer sauber zu halten.

Warum wird die Silikonfuge schwarz oder reißt ein?

Silikon ist eine Wartungsfuge und nimmt die Bewegung zwischen zwei Bauteilen auf. Reißt sie, hat sich etwas bewegt – im ersten Jahr nach dem Einbau ist das normal. Dunkle Stellen sind Schimmel im Fugenmaterial und meist eine Frage der Lüftung. In beiden Fällen wird die Fuge erneuert, nicht überstrichen.

Wie lange dauert ein Bad?

Die Fliesenarbeiten selbst sind selten der längste Posten. Entscheidend ist die Gewerkefolge: Abbruch, Sanitär-Rohinstallation, Estrich mit Trocknungszeit, Abdichtung, Fliesen, Montage. Bei einer Komplettsanierung liegt der Engpass fast immer bei der Estrichtrocknung.

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