Bauen im Rhein-Main-Gebiet

Haustechnik

Lüftungs- und Klimatechnik

Kontrollierte Wohnraumlüftung und Klimatechnik – in dichten Gebäuden keine Zusatzausstattung mehr.

Je dichter ein Gebäude gebaut wird, desto weniger reicht das Fenster als Lüftung. Eine Lüftungsanlage muss aber früh geplant werden – Kanäle brauchen Platz, und den findet man nach dem Rohbau nicht mehr.

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Die Kanäle brauchen Platz, und zwar früh

Lüftungskanäle laufen durch Decken, Schächte und abgehängte Bereiche. Wer sie erst nach dem Rohbau plant, findet den Platz nicht mehr und endet bei Kanälen unter der Decke, die Raumhöhe kosten. Deckendurchbrüche gehören in die Rohbauplanung – nachträglich gebohrt sind sie teuer und statisch nicht immer zulässig.

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Wärmerückgewinnung rechnet sich über die Dichtheit

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung holt die Wärme aus der Abluft zurück und führt sie der Zuluft wieder zu. Der Effekt ist umso größer, je dichter das Gebäude ist – in einem undichten Altbau verpufft er. Deshalb passt die Anlage zum Neubau und zur energetischen Sanierung, nicht als Einzelmaßnahme in ein sonst unverändertes Haus.

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Schall und Brandschutz gehören dazu

Ein Kanal verbindet Räume nicht nur mit Luft, sondern auch mit Geräuschen. Telefonieschalldämpfer zwischen Räumen und Schalldämpfer hinter dem Gerät verhindern, dass man im Schlafzimmer das Wohnzimmer hört. Wo Kanäle Brandabschnitte durchqueren, sind Brandschutzklappen vorgeschrieben. Beides wird eingeplant, nicht nachgerüstet.

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Ohne Einregulierung ist die Anlage nur eingebaut

Nach der Montage werden die Volumenströme an jedem Ventil eingestellt und gemessen, bis Zu- und Abluft im Gleichgewicht sind. Erst das Messprotokoll zeigt, dass die Anlage das leistet, wofür sie ausgelegt wurde. Ohne diesen Schritt zieht es an einer Stelle und riecht an einer anderen.

Häufige Fragen

Was Bauherren uns dazu fragen

Ist Ihre Frage nicht dabei? Rufen Sie an – wir antworten lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Braucht ein Neubau zwingend eine Lüftungsanlage?

Vorgeschrieben ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6, nicht zwingend eine Anlage. Ergibt das Konzept, dass die nötige Luftwechselrate durch Fensterlüftung allein nicht sicher erreicht wird, ist eine technische Lösung erforderlich. Bei heutigen Dichtheitsanforderungen ist das häufig der Fall.

Wie laut ist so eine Anlage?

Richtig ausgelegt und mit Schalldämpfern versehen ist sie im Wohnbereich kaum wahrnehmbar. Störend wird es bei zu klein dimensionierten Kanälen, weil die Luft dann schneller strömen muss, und bei fehlender Entkopplung des Geräts. Beides ist eine Planungsfrage, keine Gerätefrage.

Wie viel Wartung braucht eine Lüftungsanlage?

Die Filter werden regelmäßig gewechselt, üblich ist ein- bis zweimal jährlich je nach Standort und Pollenbelastung. Das kann man selbst erledigen. Kanäle und Wärmetauscher werden in größeren Abständen gereinigt. Die Intervalle stehen in den Unterlagen zur Anlage.

Kann man eine Klimaanlage nachrüsten?

Splitgeräte lassen sich meist nachrüsten, wenn Platz für die Außeneinheit vorhanden und die Leitungsführung möglich ist. Zu klären sind Kondensatableitung, Schallschutz gegenüber Nachbarn und bei Mehrfamilienhäusern die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Wir sehen uns das vor Ort an, bevor wir etwas zusagen.

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Diese Gewerke treffen im Projekt auf Lüftungs- und Klimatechnik. Wer sie gemeinsam vergibt, spart sich die Abstimmung dazwischen.

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